Als Abschlussarbeit an der Akademie für Gestaltung und Design entwarf ich dieses Sitzmöbel.

Die Inspiration, welche zu dieser Arbeit geführt hat, entsprang meiner Tätigkeit und Ausbildung im Raumausstatter Handwerk. Meine Gedanken zu einem Sitzmöbel der heutigen Zeit entwickelte sich aus der Analyse des Wohn- und Lebensraums. Das freie Wechselspiel zwischen innen und außen definiert eine neue Möbelgeneration. Diese neue Generation ermöglicht kreative Ansätze und Aussagen über Form, Farbe, Material und Funktion. Ich versuchte das EINE Sitzmöbel zu gestalten, auf welchem man gerne sitzt, ein Buch liest oder einfach entspannt. Sei es auf dem Balkon, im Garten oder auf der Terrasse. Ein Outdoor Möbel, welches auch gut im Innenraum funktioniert und sogar die ein oder andere Funktion mit sich bringt.

Die gesamte Fertigung teilte ich in zwei Fertigungsabschnitte auf. Der Erste bestand aus der reinen Konstruktion in der Metallwerkstatt. Dort wurden Arbeitsschritte ausgeführt wie Flexen, Schweißen und Biegen. Beide Flachstahlteile wurden parallel gefertigt. So konnten Abweichungen in der Form auf ein Minimum reduziert werden. Dabei wurden beide Teile durch 3 Schweißpunkte miteinander verbunden. Wodurch sie identisch verformt werden konnten, kleinere Radien wie die hinteren Biegungen wurden mit dem Azitelenbrenner bearbeitet. Damit war es möglich, Hitze punktuell ins Material zu bringen. Die vordere Biegung und die Querstreben wurden in der Esse erhitzt. So konnte ein größerer Bereich gleichmäßig erwärmt werden. Gebogen wurde dann per Hand, durch die Vorgaben einer vorab erstellten technischen Zeichnung in 1:1.

Im zweiten Fertigungsschritt wurde die Oberfläche behandelt, Bohrungen und Gewinde geschnitten, Ergonomieergebnisse übertragen und die Gurtbespannung gefertigt. Das Gestell erhielt über die Sateniermaschine einen Schliff. Für den Korosionsschutz und zur optischen Veredelung, erhielt die Oberfläche eine seidenmatte Klarlackierung. Die Einteilung der Gurte wurde markiert und die insgesamt 64 Bohrlöcher und Gewinde gebohrt. 16 Sicherheitsgurtbänder wurden zugeschnitten und mit je vier 5mm Ösen beschlagen. Das Gurtband fungiert in der Konstruktion nicht nur als Sitzfläche, sondern auch als statische Versteifung.

Durch das Lösen von nur 4 Schrauben an den Trägern lässt sich der Stuhl platzsparend zusammenklappen und verstauen.

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(c) 2016 Gregory Anderson